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Schule - Uni – Startups: Inspirationen vom Unternehmensgründer

Mit 20 hat er schon zwei Unternehmen gegründet – und das neben dem Mathematik-Studium. Wie, was, warum? Dafür kam Tarek Saleh zurück an seine alte Schule und sprach mit den Schülern der 10. Klassen des WWG-Zweiges über seine Beweggründe und die Möglichkeiten und Probleme einer Startup-Gründung.

Nur wenige Jahre älter als die vor ihm sitzenden Schüler, erzählte der Jungunternehmer von seinem Weg als Praktikant in einem Amberger Unternehmen, wo er Geschäftsprozesse durch die Entwicklung einer Software verbessern half, hin zum ersten Unternehmen Oeder Saleh, das er mit seinem Freund Björn Oeder gründete, um digitalisierte Rennstrecken als Kunst-Modelle zu erstellen und zu verkaufen.

Locker und natürlich sprach Tarek Saleh dabei über die Notwendigkeit, die ständig auftretenden Probleme und auch Fehler selbstbewusst und positiv anzugehen: „Am meisten lernt man durch gemachte Fehler. Für die muss man Verantwortung übernehmen und bessere Lösungen finden.“ Für Perfektionismus bleibe da wenig Spielraum – das Leben hält zu viel Unerwartetes bereit. Wer da nicht flexibel und tatkräftig reagiere, der käme kaum voran. Und Möglichkeiten böten sich oft – die Schüler müssten ihr Umfeld nur mit offenen Augen beobachten und Ideen für Geschäften einen Raum geben. So sei er auf das Konzept für sein neuestes Startup beim Padel-Spiel mit seinem Bruder (ebenfalls Schüler am GMG) gekommen: Eine Padel-Halle in Amberg. Zusammen mit seinem Geschäftspartner Björn wurde ein Konzept erstellt und eine geeignete Location in Amberg gesucht – ein recht frustrierender Prozess, der erst durch einen guten Tipp der Wirtschaftsförderung Amberg erfolgreich beendet werden konnte. Im Gespräch mit einem lokalen Unternehmer im Bereich Sport konnten nicht nur wertvolle Informationen zum Unternehmensaufbau, sondern gleich ein weiterer Partner für das Startup gewonnen werden. Zu dritt stellen sie sich seitdem den oft bürokratischen Herausforderungen, sei es vom Gesundheits-, Ordnungs- oder Finanzamt und unerwarteten Rückschlägen, wie z.B. der Werkstattexplosion eines für den Hallenumbau wichtigen Handwerkers. Nach einem knappen Jahr Vorlauf ist es nun so weit: Am 09. Mai 2026 eröffnen Tarek und seine Partner den ersten Amberger Padel-Court.

Den interessierten Schülern riet er dazu, stets optimistisch und ehrgeizig an eine Startup-Gründung heranzugehen und Fehler und Rücksetzer als Lernchancen zu verstehen. Eine grundlegende fachliche Recherche sei gut - noch besser aber sei es, mit vielen Leuten - insbesondere Fachleuten - über seine Ideen zu reden. Allen, die es mal ausprobieren wollen, empfahl der junge Gründer ein Vorgehen nach dem Buch "The Lean Startup": Leg los mit einem minimal brauchbaren Produkt, prüfe, ob es grundsätzlich funktioniert und verbessere es dann schrittweise.

Am Ende der Doppelstunde zeigten sich die Schüler begeistert vom authentischen und motivierenden Einblick in das Jungunternehmertum. Wer weiß, vielleicht saß bereits der nächste Startup-Gründer im frisch inspirierten Publikum.

Christoph Traub