Eine Live-Sendung nicht nur im Fernsehen zu verfolgen, sondern direkt vor Ort mitzuerleben – diese besondere Gelegenheit hatten interessierte Schüler/-innen des Gregor-Mendel-Gymnasiums beim Besuch der Bürgersendung „Jetzt red i“ des Bayerischen Rundfunks in Amberg. Dabei erhielten sie nicht nur Einblicke in eine aktuelle politische Debatte, sondern auch in die Entstehung einer Fernsehsendung und in die Bedeutung demokratischer Meinungsbildung.
Im Mittelpunkt der Sendung stand das Thema „Zwischen Spritpreis-Schock und Elektrowende – Welche Zukunft hat das Auto?“ Diskutiert wurde unter anderem, was die Politik tun kann, damit Tanken wieder billiger wird, ob die Energiewende stärker vorangetrieben werden müsste und wie Mobilität in Zukunft bezahlbar, klimafreundlich und alltagstauglich gestaltet werden kann. In der Live-Sendung kamen nicht nur Politiker zu Wort, sondern vor allem auch Bürgerinnen und Bürger, die ihre Fragen, Sorgen und Positionen direkt in die Diskussion einbringen konnten.
Anwesend waren CSU-Generalsekretär Martin Huber, Ludwig Hartmann, Vizepräsident des Bayerischen Landtags von Bündnis 90/Die Grünen, sowie Stephan Protschka, Landeschef der AfD in Bayern. Für die Schülerinnen und Schüler wurde dadurch sichtbar, wie unterschiedlich politische Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen ausfallen können – und wie wichtig es ist, Positionen kritisch zu prüfen, Argumente abzuwägen und demokratischen Streit auszuhalten.
Organisiert wurde der Besuch von OStRin Bettina Wagner. Bereits vor Beginn der einstündigen Live-Sendung durften die Schülerinnen und Schüler einen Blick hinter die Kulissen werfen. Chef vom Dienst Philip Naßhan nahm sich Zeit, Fragen zum Format, zur Vorbereitung und zum Ablauf der Sendung zu beantworten. Dabei machte er deutlich, dass es bei „Jetzt red i“ vor allem darum gehe, Bürgerinnen und Bürgern Raum für ihre Anliegen zu geben und einen direkten Austausch mit Politikerinnen und Politikern zu ermöglichen. So erhielten die Jugendlichen einen spannenden Einblick in journalistische Arbeit und in die Verantwortung, die mit der Gestaltung politischer Öffentlichkeit verbunden ist.
Auch die anschließende Führung durch den Übertragungswagen beeindruckte die Schülerinnen und Schüler. Dort konnten sie erleben, wie viel Technik, Koordination und Konzentration notwendig sind, damit eine Live-Sendung reibungslos abläuft. Besonders die Aufgaben der Bildregie und die komplexe technische Ausstattung machten deutlich, wie viele Menschen hinter den Kulissen zusammenarbeiten, damit am Ende eine professionelle Fernsehsendung entsteht.
Nach der Sendung ergab sich für die Schülerinnen und Schüler zudem die Gelegenheit, direkt Herrn Hartmann und Herrn Huber ins Gespräch zu kommen. Diese zeigten sich offen für den Austausch mit den jungen Menschen und nahmen sich Zeit für Fragen und ausführliche Gespräche. Gerade dieser persönliche Kontakt machte den Besuch für viele besonders eindrücklich. Der Besuch der Sendung bot einen lebendigen Einblick in demokratische Meinungsbildung, politische Kommunikation und journalistische Praxis. Damit wurde Demokratie unmittelbar erfahrbar.
OStRin Bettina Wagner