Im Oktober 2025 begann für die deutschen Schülerinnen und Schüler ein ganz besonderes Abenteuer: die Reise nach Maine im Rahmen des USA-Austauschs. Gleich zu Beginn wartete ein erstes großes Highlight auf die Gruppe – ein zweitägiger Aufenthalt in Boston. Zwischen historischen Gebäuden, lebendigen Straßen und beeindruckenden Sehenswürdigkeiten konnten die Schülerinnen und Schüler das besondere Flair der Stadt erleben und viele gemeinsame Eindrücke sammeln.
Anschließend ging es weiter nach Maine, wo die deutschen Gäste herzlich von ihren Gastfamilien empfangen wurden. Ein gemeinsames Willkommens-Barbecue sorgte direkt zu Beginn für eine lockere und freundliche Atmosphäre und machte den Einstieg in die gemeinsame Zeit besonders angenehm.
Während des Aufenthalts konnten die Teilnehmenden das amerikanische Schulleben aus nächster Nähe kennenlernen. Besonders die Fahrten mit den ikonischen gelben Schulbussen sorgten immer wieder für Begeisterung – zumindest anfangs. Schnell wurde nämlich klar, dass die berühmten Busse zwar genauso aussehen wie in amerikanischen Filmen, beim Komfort jedoch eher weniger hollywoodreif sind: harte Sitze, keine Klimaanlage bei Temperaturen von fast 30 Grad machten manche Fahrten zu einem echten „authentischen Amerika-Erlebnis“.
Auch der Schulalltag selbst bot viele spannende Unterschiede und neue Eindrücke. Daneben spielten vor allem die gemeinsamen Unternehmungen mit den Gastfamilien eine große Rolle. Ob Freizeitaktivitäten, Ausflüge oder gemeinsame Abende – überall entstanden neue Freundschaften und unvergessliche Erinnerungen.
Auch die Natur Maines beeindruckte die Gruppe nachhaltig. Bei einer Bootsfahrt, der Erkundung kleiner Inseln sowie Wanderungen in einem Nationalpark zeigte sich Neuengland von seiner schönsten Seite – besonders in der herbstlichen Stimmung.
Ein weiteres Highlight war der Besuch der University of Maine. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler interessante Einblicke in das amerikanische Universitätsleben. Für besondere Begeisterung sorgte anschließend ein Hockeyspiel, dessen mitreißende Atmosphäre wohl allen lange in Erinnerung bleiben wird.
Im April 2026 stand schließlich der Gegenbesuch der amerikanischen Austauschschülerinnen und -schüler in Deutschland an. Mit einem großen Grillfest an der Schule wurden die Gäste herzlich empfangen und konnten direkt erste Eindrücke vom deutschen Alltag sammeln.
Natürlich durfte auch ein abwechslungsreiches Programm nicht fehlen. Bei einer Schiffsfahrt durch Regensburg lernten die amerikanischen Gäste eine der schönsten Städte Bayerns kennen. Im Haus der Bayerischen Geschichte erhielten sie spannende Einblicke in die Vergangenheit und Kultur des Freistaats. Besonders beliebt war außerdem das gemeinsame Probieren typisch bayerischer Spezialitäten.
Ein weiterer Ausflug führte nach Nürnberg. Dort standen die historischen Lochgefängnisse sowie die Kaiserburg auf dem Programm. Eindrucksvoll und nachdenklich stimmend war außerdem der Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg Concentration Camp Memorial, der die Bedeutung von Erinnerungskultur und historischer Verantwortung verdeutlichte.
Auch eine von den deutschen Schülerinnen und Schülern organisierte Stadtführung gehörte zum Programm und bot den amerikanischen Gästen interessante Einblicke in die Region und ihre Geschichte.
Der Austausch 2025/26 war weit mehr als nur eine Reise. Er bot die Möglichkeit, neue Kulturen kennenzulernen, den eigenen Horizont zu erweitern und internationale Freundschaften zu schließen. Viele gemeinsame Erlebnisse, spannende Eindrücke und zahlreiche schöne Momente machten dieses Austauschjahr für alle Beteiligten zu einer unvergesslichen Erfahrung.
Katrin Mertel