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Ausblick in die Fußballwelt 2022

Fußball-Weltmeisterschaft in Qatar

Allen Fußballfans unter euch wird das wohl schon bekannt sein: Am Montag, den 12. November 2022, soll sie starten, die wohl umstrittenste Fußball-Weltmeisterschaft, die bisher stattgefunden hat: Die WM in Qatar!

Zunächst einmal, wo liegt Qatar überhaupt?

Qatar liegt in Vorderasien an der Ostküste der arabischen Halbinsel. Es ist ein Emirat, das bedeutet, dass Qatar nur von einer Person geführt wird. Es existiert also kein richtiges Parlament. Außerdem ist Qatar nicht besonders groß, es besitzt gerade einmal 3 Millionen Einwohner auf einer Fläche von circa 12km². Zum Vergleich: Der Freistaat Bayern hat mehr als fünfmal die gesamte Fläche von ganz Qatar!

Warum findet die WM 2022 in Qatar statt?

Im Dezember 2010 hatte das FIFA-Exekutivkomitee (Abkürzung für: Fédération Internationale de Football Association) abgestimmt, wo der Austragungsort der WM 2022 sein wird.
Zur Wahl standen die USA und eben Qatar als Austragungsort. Qatar gewann die Wahl mit 14:8 Stimmen. Jedoch gibt es bis heute viele (und mittlerweile bewiesenermaßen auch berechtigte) Vorwürfe, dass Qatar durch Korruption (Bestechung) die Wahl gewonnen haben könnte.

Warum ist diese Entscheidung so umstritten?

Dafür gibt es viele Gründe. Zum einen ist es in Qatar sehr warm, bis zu 40 bis 50 C0 kann es dort heiß werden. Dies ist ebenfalls der Grund, weshalb die Weltmeisterschaft in den Winter verlegt wurde. Damit wird es mit den tollen Public Viewing-Erlebnissen für uns in Deutschland nichts werden.
Außerdem werden in Qatar auch die Menschenrechte nicht so genau genommen. Frauen beispielsweise dürfen, bis sie 25 Jahre alt sind, nicht ohne die Erlaubnis des männlichen Vormunds Verträge unterschreiben. Oder gar verreisen. Für uns ist dies undenkbar.
Zum anderen wären da auch noch die Gastarbeiter. Sie werden aus z. B. Nepal, Pakistan oder Indien nach Qatar geholt, um dort zu arbeiten. Unter anderem wurden die acht Fußballstadien, in denen die WM ausgetragen werden soll, von ihnen errichtet. Dabei sollen mindestens 6.500 Gastarbeiter im Zusammenhang mit den Bauarbeiten gestorben sein. Dies sind jedoch keine festen Angaben, genaue Zahlen werden nicht bekannt gegeben. Allerdings weiß man, dass die Gastarbeiter ziemlich schlechte Arbeitsbedingungen hatten oder haben. Sie mussten weitestgehend in dreckigen Unterkünften hausen, dazu waren die Temperaturen sehr hoch. Todesfälle sind dabei nicht unwahrscheinlich.
Noch nicht einmal in die eigene Heimat zurückkehren konnten die Arbeiter, da ihnen die Pässe abgenommen wurden. Dies hat etwas mit dem sogenannten Kafala-System (einer Art Aufenthaltsgesetz auf der Basis alter beduinischer Gewohnheitsrechte) zu tun. Das sollte zwar schon abgeschafft worden sein, jedoch gibt es weiterhin Zeugenberichte, die den Fortbestand bestätigen.

Abschließend sollte man sagen, dass die WM 2022 in Qatar zurecht sehr umstritten ist und wir alle uns fragen sollten, ob es wirklich eine gute Idee war, diesen wichtigen Wettbewerb ausgerechnet in Qatar austragen zu wollen.

 

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DAVID AGGINTUS (6c)