Ein besonderer Tag für unsere Schülerinnen und Schüler
Ein Besuch im Bayerischen Landtag in München ist immer etwas Besonderes – doch die Einladung vom Landtag zur Teilnahme an der Veranstaltungsreihe „Junge Reihe“ war für das Gregor-Mendel-Gymnasium eine ganz besondere Ehre. Als eine von nur fünf bayerischen Schulen durften die Klasse 10a sowie die Schülerinnen und Schüler der Individuellen Lernzeitverkürzung 10 gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Christiane Preitschaft, Tanja Luckner und Petra Schwärzler-Brunner an der Veranstaltung „Kriegsende – 80 Jahre danach: Wo waren wir damals – wo stehen wir heute?“ teilnehmen und sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich unsere Gesellschaft seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs entwickelt hat und welche Herausforderungen Demokratie und Zusammenhalt heute prägen. Rund 140 Jugendliche diskutierten gemeinsam mit Abgeordneten und Expertinnen und Experten über Themen wie Demokratiegefährdung, Extremismus, Krieg, Einsamkeit und den Einfluss digitaler Medien.
Der Veranstaltung begann mit einer gemeinsamen Versammlung im Plenum. Nach einer Begrüßung durch die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner und einer spielerischen Einstimmung, bei der einer unserer Schüler unter den drei Siegern war, folgten Gastvorträge und Gesprächsrunden, die einen historischen und aktuellen Blick auf das Thema ermöglichten. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Erinnerung, demokratisches Engagement und ein verantwortungsvoller Umgang miteinander für unsere Gesellschaft sind.
Anschließend wurden die Schülerinnen und Schüler auf fünf Workshops verteilt. Dort arbeiteten sie gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie Abgeordneten an zentralen Fragestellungen unserer Zeit – etwa zum Schutz der Demokratie, zur Angst vor Krieg, zu Deepfakes, mentaler Gesundheit oder Extremismus. Ziel war es, eigene Ideen und Lösungsansätze zu entwickeln und sich aktiv in gesellschaftliche Diskussionen einzubringen.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Landtag wurde die Arbeit in den Workshops vertieft. Die Jugendlichen tauschten Erfahrungen aus, formulierten Positionen und erarbeiteten konkrete Vorschläge für Schule, Politik und Gesellschaft.
Den Abschluss bildete die Präsentation der Workshop-Ergebnisse im Plenum des Sitzungssaals des Bayerischen Landtags. Vor großem Publikum stellten die Gruppen ihre Ideen vor und diskutierten sie mit Abgeordneten sowie weiteren Teilnehmenden. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, Verantwortung zu übernehmen und aktiv für Demokratie und Zusammenhalt einzustehen.
Der Tag im Maximilianeum war für alle Schülerinnen und Schüler eine wertvolle Erfahrung: Sie bekamen einen Einblick in den Landtag, trafen Abgeordnete, und erlebten, dass junge Menschen gehört werden, dass ihre Perspektiven zählen – und dass Demokratie vom Mitmachen lebt.
OStRin Christiane Preitschaft