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Digitalisierung am GMG

Digitale Medien am Gregor-Mendel-Gymnasium – sinnvoll, gezielt und pädagogisch durchdacht eingesetzt

Die Digitalisierung prägt unsere Lebens- und Arbeitswelt zunehmend. Als Schule sehen wir es deshalb als unsere Aufgabe, Schülerinnen und Schüler Schritt für Schritt an einen verantwortungsvollen, reflektierten und kompetenten Umgang mit digitalen Medien heranzuführen.

Gleichzeitig sind wir überzeugt: Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Digitale Medien entfalten ihren pädagogischen Nutzen nur dann, wenn sie gezielt, maßvoll und mit klarem Mehrwert für den Lernprozess eingesetzt werden.

Unser Konzept setzt daher bewusst auf eine stufenweise Einführung digitaler Arbeitsformen, die sich am Alter und an der Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler orientiert.

 

Jahrgangsstufen 5 bis 7: Digitale Lernräume statt eigener Geräte

In den Jahrgangsstufen 5 bis 7 arbeiten unsere Schülerinnen und Schüler noch ohne eigene digitale Endgeräte.

Stattdessen stehen drei speziell ausgestattete digitale Lernräume zur Verfügung. Jeder dieser Räume ist mit einem Klassensatz von 30 iPads ausgestattet. Lehrkräfte können diese Räume gezielt für ihren Unterricht buchen und die Geräte dann einsetzen, wenn digitale Werkzeuge einen echten didaktischen Mehrwert bieten – beispielsweise für interaktive Übungen, Rechercheaufträge, kreative Präsentationen oder kollaboratives Arbeiten.

Der bewusste Verzicht auf eigene Geräte in den unteren Jahrgangsstufen hat mehrere pädagogische Gründe:

  • Fokus auf grundlegende Lernkompetenzen: Gerade in den ersten Gymnasialjahren stehen Lesen, Schreiben, strukturiertes Arbeiten und Heftführung im Mittelpunkt. Analoge Arbeitsformen unterstützen diese Basiskompetenzen besonders effektiv.
  • Schrittweises Heranführen an digitale Medien: Kinder sollen zunächst lernen, digitale Werkzeuge gezielt und sinnvoll einzusetzen, statt sie permanent zur Verfügung zu haben.
  • Bewusste Mediennutzung statt Dauerverfügbarkeit: Der punktuelle Einsatz fördert einen reflektierten Umgang mit digitalen Medien.
  • Gemeinsames Arbeiten im Unterricht: Die Nutzung erfolgt immer im pädagogisch begleiteten Rahmen durch die Lehrkraft.

Auf diese Weise lernen unsere Schülerinnen und Schüler früh, dass digitale Geräte Werkzeuge für bestimmte Aufgaben sind – und nicht einfach ein permanenter Begleiter im Schulalltag.

 

Ab Jahrgangsstufe 8: iPad-Klassen im Programm „Digitale Schule der Zukunft“

Ab der Jahrgangsstufe 8 nehmen unsere Klassen am bayernweiten Programm „Digitale Schule der Zukunft“ teil. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten dann mit eigenen iPads, deren Anschaffung vom Freistaat Bayern mit 350 Euro gefördert wird. Auch in dieser Phase steht nicht das Gerät selbst im Mittelpunkt, sondern der pädagogisch sinnvolle Einsatz im Unterricht.

Die Lehrkräfte entscheiden dabei bewusst, in welchen Fächern und in welchem Umfang digitale Arbeitsformen eingesetzt werden. So kann beispielsweise festgelegt werden,

  • ob ein Fach die Heftführung digital (z. B. mit OneNote) organisiert
  • oder ob weiterhin klassische Hefte auf Papier genutzt werden.

Diese Flexibilität ermöglicht es, je nach Fach und Unterrichtsinhalten die jeweils sinnvollste Arbeitsform zu wählen.

Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem:

  • Lernplattformen und digitale Unterrichtsmaterialien
  • fachspezifische Lern-Apps, z. B. GeoGebra, Google Earth
  • kollaborative Arbeitsformen und digitale Präsentationsmöglichkeiten

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Einführung in den verantwortungsvollen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Dabei nutzen wir ausschließlich datenschutzkonforme Anwendungen, etwa das vom Kultusministerium bereitgestellte KI-Tool Telli.

Unsere Schülerinnen und Schüler lernen dabei unter anderem:

  • sinnvolles Prompting (gezielte Fragestellungen an KI-Systeme)
  • das kritische Überprüfen von KI-Ergebnissen
  • die verantwortungsbewusste Nutzung digitaler Werkzeuge im Lernprozess.

 

Unser Grundprinzip: Digitalisierung mit Maß und pädagogischem Mehrwert

Als Schule sind wir überzeugt: Digitale Bildung gehört heute selbstverständlich zum schulischen Auftrag. Gleichzeitig darf Schule nicht jeder technischen Entwicklung unreflektiert folgen.

Unser Ziel ist es deshalb, Kinder und Jugendliche sukzessive, altersgerecht, reflektiert und verantwortungsvoll an die Nutzung digitaler Medien heranzuführen.

Digitale Werkzeuge sollen das Lernen unterstützen, erweitern und bereichern – sie sollen es jedoch nicht ersetzen.

Oder kurz gesagt:

Digitalisierung um der Digitalisierung willen gibt es bei uns nicht.

Entscheidend ist stets die Frage: Hilft das digitale Werkzeug unseren Schülerinnen und Schülern wirklich beim Lernen?

Wenn die Antwort „Ja“ lautet, setzen wir es ein – überlegt, zielgerichtet und mit pädagogischem Anspruch.