Oops they did it again! Schon zum zweiten Mal haben es Schülerinnen und Schüler des Gregor Mendel Gymnasiums geschafft, ihre fast zwei Meter hohe „Kippensäule“ randvoll bis oben zu füllen. Der Inhalt wurde mit Hilfe des Betriebshofs der Stadt Amberg und im Beisein von Karin Meixner-Nentwig, einer seit Jahrzenten engagierten Ehrenamtlichen, auch bekannt als Ambergs „Kippenjägerin“, geleert und der Müllentsorgung zugeführt.
Schätzungsweise 200.000 Zigarettenstummel passen in die GMG-Kippensäule, was gleichbeutend damit ist, dass die Straßenzüge rund um das Schulgelände von weiteren 20.000 achtlos weggeworfenen Zigarettenstummeln gesäubert worden sind. Eine tolle Leistung, wobei die Schüler das Sammeln der Kippen mit Handschuhen und Greifzangen nicht als mühsame „Strafarbeit“ empfinden! Von einer Passantin am Wandertag mit Mitleid darauf angesprochen, ob die Armen „Müll sammeln müssen“, antwortete ein Schüler „Nein, wir tun das freiwillig. Wir möchten der Umwelt helfen!“
Und das tun sie wirklich! Denn mit jeder einzelnen aufgesammelten Kippe werden bis zu 40 Liter Grundwasser und bis zu 1000 Liter Wasser in Flüssen, Seen und Meeren vor Verschmutzung durch die giftigen Inhaltsstoffe und dem Mikroplastik aus den Filtern der Zigaretten bewahrt! Hochgerechnet auf den Inhalt einer vollen Kippensäule entspricht das 800.000 Litern sauberem Grundwasser und 20 Millionen Litern in Gewässern!
Dem GMG, welches stolz die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“ trägt, sind Aktionen wie diese wichtig, tragen sie doch neben der unmittelbaren positiven Auswirkung auf unsere Umwelt auch zu wachsendem Bewusstsein für Müllvermeidung und unserem eigenen Einfluss auf die Natur bei. Einige Schüler, deren Eltern selbst rauchen, werden diesen nun den Tipp geben, auf sogenannte Taschenaschenbecher zurückzugreifen, wenn sie unterwegs sind und gerade kein Mülleimer in Sicht ist. Diese unscheinbaren verschlossenen Mini-Aschenbecher gibt es an Orten, die Zigaretten verkaufen, oft sogar gratis als Werbegeschenk der Hersteller.

von links: Karin Meixner-Nentwig, Lisa Kinkelin, die beiden Mitarbeiter des Städtischen Betriebshofes, Christian Zenger (v.l.n.r.),
Kelvin Wei, Jonas Gottfried (vorne)
LISA KINKELIN